P.A. Straubinger

Replik auf die Top 10 VorwÜrfe


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In den letzten Wochen war mein Film den unterschiedlichsten Angriffen und kontroversiellen Diskussionen ausgesetzt. Das ist bei einer derart polarisierenden Thematik verständlich und im Sinne des Diskurses auch wünschenswert.
Manche der vorgebrachten Vorwürfe lassen sich einfach durch aufmerksames Betrachten meines Filmes entkräften, andere berufen sich auf Falschinformationen aus dem Internet, andere wiederum auf richtige Informationen, die von manchen Kritikern aber verfälscht dargestellt werden.

Betonen möchte ich jedenfalls, dass es mir nicht darum geht, skeptische Zuschauer „umzudrehen“. Mein Film ist das Konzentrat einer langjährigen Recherche, die mich verändert hat. Ich erwarte das allerdings nicht vom Zuschauer. Skepsis ist erlaubt und auch erwünscht; sie soll sich allerdings nicht in Engstirnigkeit verwandeln.

Mir in diesem Zusammenhang bewusste Manipulation oder absichtliche Falschinformation vorzuwerfen, ist ebenso unfair wie haltlos.

Im Folgenden werde ich auf die häufigsten Vorwürfe eingehen und hoffe, damit einige Missverständnisse ausräumen zu können.


Vorwurf #1: „Am Anfang war das Licht“ rät zu Nahrungsverzicht bzw. macht Magersuchtspropaganda.

Vorwurf #2: Der Film ist ein „Meisterstück der Manipulation“.

Vorwurf #3: Prahlad Jani durfte während der Untersuchung täglich gurgeln und baden. Somit war dem Betrug Tür und Tor geöffnet.

Vorwurf #4: Es gab Lücken in der Videoüberwachung bzw. es fehlten unabhängige Beobachter bei den Untersuchungen an Prahlad Jani.

Vorwurf #5: Die Untersuchungszeiträume in den Prahlad-Jani-Studien waren zu kurz, um valide Aussagen zu treffen, bzw. zeigen die Ergebnisse keine Besonderheiten.

Vorwurf #6: Die Prahlad-Jani-Studien sind unseriös bzw. wertlos, weil sie nicht in einem „peer reviewed“ Journal veröffentlicht wurden.

Vorwurf #7: Der Film verschweigt, dass die in Bern durchgeführte Studie an Dr. Werner mit dem Fazit veröffentlicht wurde, dass sich der Proband während der Untersuchung in einem Fastenzustand befunden hat bzw. werden die wichtigsten Fakten unter den Tisch gekehrt.

Vorwurf #8: Die  abgebrochene Studie an Jasmuheen wurde unterschlagen, um sie in einem besseren Licht darzustellen.

Vorwurf #9: Im Film treten nur Esoteriker auf.

Vorwurf #10: Der Film versucht, „Lichtnahrung“ mit als widerlegt geltenden Hypothesen zu erklären.

 

Vorwurf #1: „Am Anfang war das Licht“ rät zu Nahrungsverzicht bzw. macht Magersuchtspropaganda.

Wer diese oder ähnliche Vorwürfe vorbringt, hat meinen Film entweder nicht gesehen, ihn nicht verstanden oder will ihn nicht verstehen, um dahinter liegende ideologische Kritik anbringen zu können.

Mein Film warnt mehrfach direkt und indirekt davor, leichtfertige Selbstexperimente zu unternehmen. Es werden nicht nur die Todesfälle thematisiert. Es wird auch explizit betont, dass es dem Körper großen Schaden zufügen kann, wenn man physischen Nahrungsverzicht als Selbstzweck oder aus Ehrgeiz übt - selbst wenn man daran glaubt.

Wenn auf manchen Internetseiten, darunter Wikipedia und Esowatch, die klinische Psychologin Dr. Beate Wimmer-Puchinger mit den Worten zitiert wird, sie halte „das für extrem problematisch und gefährlich“ so bezieht sich diese Aussage aus der Sendung „Konkret“ völlig zurecht auf Werbung für Schlankheitswahn bzw. Verharmlosung von Magersucht. Dieses Urteil kann sich allerdings nicht auf meinen Film beziehen, da Frau Dr. Wimmer-Puchinger  „Am Anfang war das Licht“ zu diesem Zeitpunkt gar nicht gesehen hatte, was sie mir auf meine explizite Nachfrage, nach dem Studiogespräch auch ausdrücklich bestätigt hat.

Frau Dr. Beate Wimmer-Puchinger wird also ein Urteil über einen Film zugeschrieben, den sie (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt) gar nicht gesehen hat. Ihre Expertise über die Gefährlichkeit von Magersucht und Schlankheitswahn ist dabei unbestritten.

 

Vorwurf #2: Der Film ist ein „Meisterstück der Manipulation“.

Menschen, deren Weltsicht die mögliche Existenz der physischen Nahrungslosigkeit prinzipiell nicht zulässt, müssen meinen Film zwangsläufig als Betrug oder Manipulation abstempeln - weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Diese These wird mit einer Melange aus Fehlinformationen und ideologisch gefärbten Halbwahrheiten untermauert, aber auch mit von mir unbestrittenen Fakten, die ich angeblich in Täuschungsabsicht unterschlagen habe.

Auf die weggelassenen Informationen werde ich weiter unten detailliert eingehen. Ich kann allerdings versichern, dass ich noch viel mehr Informationen weglassen musste, die im Sinne der „Beweisführung für das Phänomen“ hilfreich gewesen wären.
Die 30-tägige Untersuchung an einer nicht-trinkenden und nicht-essenden Frau am militärmedizinischen Institut im Peking fiel genauso dem Schnitt zum Opfer, wie erhärtende Fakten im Fall des nicht-trinkenden und nicht-essenden Yogis Mataji Prahlad Jani.

Bei rund 200 Stunden Rohmaterial, die ich auf 90 Minuten kürzen musste, ist eine strenge Auswahl unumgänglich. Bei den Interviews mit Skeptikern wie Befürwortern war es mir allerdings extrem wichtig, die Grundaussage nie zu verfälschen.

Wenn dann selbst skeptische Schulmediziner zu dem Punkt kommen, an dem sie die Möglichkeit des Phänomens nicht ausschließen wollen, ist das nicht Manipulation oder Schauspielerei, sondern spricht für die Kraft der vorliegenden Indizien und den wissenschaftlichen Anspruch dieser Ärzte, die kritisches Denken nicht mit negativem Glauben verwechseln.

Der Großteil des Publikums und der professionellen Filmkritiker sieht meinen Film auch als ausgesprochen ausgewogen und objektiv (siehe Linkliste mit Filmkritiken ganz unten).

Tatsächlich waren mir journalistische Integrität und Respekt vor den Aussagen meiner Interviewpartner extrem wichtig. Nach der umfassenden Recherche und dem vielen Material, dass ich im Laufe von zehn Jahren zu diesem Thema gesammelt habe, hätte es in Wirklichkeit massiver Manipulation bedurft, die Möglichkeit der Existenz des Phänomens kategorisch auszuschließen. Deshalb musste ich die Antwort offen halten.

Im Folgenden möchte ich auf die angeblich von mir in Täuschungsabsicht unterschlagenen Informationen vor allem in Bezug auf die Untersuchung an Yogi Prahlad Jani eingehen.

 

Vorwurf #3: Prahlad Jani durfte während der Untersuchung täglich gurgeln und baden. Somit war dem Betrug Tür und Tor geöffnet.

Stimmt nicht. Das Studienprotokoll hat ganz klar vorgesehen, dass der Yogi die ersten 7 Tage nicht baden und gurgeln durfte (http://www.sudhirneuro.org/files/mataji_case_study.pdf). Danach wurde das Gebrauchswasser vor und nach Gebrauch gemessen.
In der yogischen Tradition hat tägliches Baden eine große Bedeutung zur Reinigung der feinstofflichen Energiekörper. Eine ganze Woche darauf zu verzichten, war ein großes Entgegenkommen des Yogis.

Dadurch war allerdings gewährleistet, dass Prahlad Jani zumindest eine Woche nicht einmal über die Haut Kontakt mit Wasser hatte.
Alleine in dieser Zeit finden sich genug „Sensationen“ in den medizinischen Parametern, die die skeptische Wissenschaft aufmerksam machen müssten.

 

Vorwurf #4: Es gab Lücken in der Videoüberwachung bzw. es fehlten unabhängige Beobachter bei den Untersuchungen an Prahlad Jani.

Sowohl die 10-tägige Untersuchung 2003 als auch die 15-tägige Untersuchung 2010 wurden von unabhängigen Instanzen der Ärztekammer von Ahmedabad bzw. der Forschungsabteilung des Indischen Verteidigungsministeriums überwacht. Diese Instanzen kontrollierten die Arbeit der beteiligten Ärzte sowie die Einhaltung des Studienprotokolls und garantieren die lückenlose Überwachung.

Musste Prahlad Jani sein Zimmer etwa für Blutuntersuchungen, Ultraschall etc. verlassen, wurde er von einer mobilen Kamera überwacht. Es gibt also Sekunde für Sekunde CCTV-Überwachungsmaterial, das von unabhängigen Versuchsleitern kontrolliert wurde.

Gegenteilige Behauptungen gehen von einem Blogger namens Sanal Edamaruku aus, dem Präsidenten eines privaten indischen Skeptikervereins, der zugibt, dass er nicht an der Studie teilnehmen durfte und deswegen daraus schließt, dass es sich um Betrug handeln muss.
Seine Spekulationen hat er im Internet als Faktum veröffentlicht, was wiederum von einigen Seiten im Internet, darunter Wikipedia, als Reverenz verwendet worden ist und somit „Wahrheitscharakter“ angenommen hat, obwohl es dafür keinerlei Beweis gibt.

 

Vorwurf #5: Die Untersuchungszeiträume in den Prahlad-Jani-Studien waren zu kurz, um valide Aussagen zu treffen, bzw. zeigen die Ergebnisse keine Besonderheiten.

10 bzw. 15 Tage kann ein Mensch ganz problemlos ohne Essen überleben. In vielen Fällen kann ein gesunder Menschen auch einen Flüssigkeitsentzug von 10 Tagen und mehr überleben.

Für die Schulmedizin weniger vorstellbar ist es, dass man diesen Zeitraum auch ohne Urinieren überleben kann. Ein normaler Mensch stirbt unter diesen Umständen in erster Linie nicht an Dehydrierung, sondern an Selbstvergiftung durch harnpflichtige Substanzen im Blut. Nach etwa 5 bis 6 Tagen gehen Mediziner davon aus, dass sich die Blutwerte in den letalen Bereich bewegen. Nicht so bei Prahlad Jani, dessen Werte sich immer innerhalb der vorgegebenen Grenzen bewegt haben, obwohl er innerhalb der ersten 7 Tage nicht einmal über die Haut Kontakt mit Wasser hatte.

Grundsätzlich liegen die Sensationen dieser Studie also in den gefundenen Blutwerten bzw. den Ergebnissen, die bei der Überwachung des Verdauungstraktes und der inneren Organe mit bildgebenden Verfahren gefunden wurden.

Die Bewertung der gefundenen Ergebnisse habe ich nicht nur den untersuchenden Ärzten in Indien überlassen, sondern auch heimischen Experten der Medizinischen Universität Wien.

Die aufregendsten Entdeckungen betreffen dabei die harnpflichtigen Substanzen im Blut und die Bildung bzw. das Verschwinden von Harn in der Blase.

Schlecht informierte Skeptiker meinen das Verschwinden des Urins wäre damit zu erklären, dass der Yogi einfach ins Badewasser pinkeln hätte können.
Wie oben bereits beschrieben, kann das für die ersten 7 Tage definitiv ausgeschlossen werden, da er nicht baden durfte. Darüber hinaus wurden die Laken und die Kleidung ständig auf Urinflecken hin kontrolliert.

Trotzdem zeigten sich bei den Ultraschallmessungen des Blaseninhaltes folgende überraschende Messwerte, die auch im Film kurz gezeigt werden und vom durchführenden Radiologen Dr. Sanjay Mehta erläutert werden:

Ergebnisse der Ultraschall-Messungen des Blaseninhaltes von Yogi Prhalad Jani

12.11.03 / 12.18   - 100 cc
13.11.03 / 12.18 -   236 cc
13.11.03 / 16.36 -   236 cc
14.11.03 / 10.00 -   430 cc
14.11.03 / 18.59 -   226 cc
15.11.03 / 10.29 -   301 cc
15.11.03 / 17.32 -   300 cc
16.11.03 / 11.22 -   134 cc
16.11.03 / 17.22 -   221 cc
17.11.03 / 11.40 -   123 cc
17.11.03 / 18.19  -  180 cc
18.11.03 / 11.14 -     82 cc
18.11.03 / 17.52 -       7,2 cc

Quellenangabe: Dr. Sanjay Mehta, Radiologe, Sterling Hospital

Am 14.11.03 etwa halbiert sich der Blaseninhalt nahezu zwischen der Vormittags- und der Nachmittagsmessung, obwohl der Yogi keine Gelegenheit hatte zu urinieren.
Zwischen 15.11. und 16.11. hat sich die Flüssigkeit mehr als halbiert und am 18.11 ist sie beinahe ganz verschwunden.
Aus diesem Grund gehen die Ärzte davon aus, dass die Flüssigkeit auf bislang ungeklärtem Weg von der Blasenwand resorbiert wurde. Eine offene Frage...

Ähnlich unerklärlich sieht der Untersuchungsleiter Dr. Sudhir Shah auch die Gewichtsschwankungen von Prahlad Jani während der Untersuchung. Das Gewicht des Yogis hat in einer Bandbreite von 4 kg variiert. Dr. Shah legt entgegen anders lautenden Berichten im Internet allerdings Wert darauf, dass es keine lineare Kurve nach unten war. Am Ende gab es zwar einen Nettoverlust, der Yogi hat zwischendurch aber auch an Gewicht zugelegt.

Ebenso überraschend ist es, dass die harnpflichtigen Substanzen im Blut innerhalb der vorgegebenen Grenzen geblieben sind, obwohl Jani nicht uriniert hat und keine Flüssigkeit zu sich genommen hat.

Dazu der international anerkannte Stoffwechselexperte Univ. Prof. Dr. Anton Luger von der Universitätsklinik für Innere Medizin in Wien:

„Es ist für mich faszinierend und wirklich vollkommen unverständlich. Er (Prahlad Jani) hat über 10 Tage weder uriniert, noch hat er Stuhl unter sich gelassen, noch etwas getrunken, noch etwas gegessen - und es gibt die Laborbefunde von ihm. Man würde sich erwarten, dass die harnpflichtigen Substanzen haushoch sind, nicht? Das ist eine absolute Bombe!“
Univ. Prof. Dr. Anton Luger, Medizinische Universität Wien in „Am Anfang war das Licht“

Keine Frage: Es ist absolut legitim, skeptisch zu sein. Die Ergebnisse a priori für irrelevant abzutun oder als Betrug darzustellen, hat dagegen nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern mit Ideologie und Vorurteilen.

 

Vorwurf #6: Die Prahlad-Jani-Studien sind unseriös bzw. wertlos, weil sie nicht in einem „peer reviewed“ Journal veröffentlicht wurden.

Die Tatsache, dass die Studienergebnisse nicht in einem anerkannten Wissenschaftsmagazin wie „Science“ oder „The Lancet“ veröffentlich worden sind, erschwert tatsächlich die wissenschaftliche Arbeit damit und auch ihre Glaubwürdigkeit.

Nur was in einem solchen anerkannten Journal veröffentlicht wird, gilt als wissenschaftlich wahr und relevant.

Dr. Ruediger Dahlke erklärte in einem AAWDL-Interview zu diesem Thema, dass die Nicht-Veröffentlichung einer Studie allerdings nicht unbedingt gegen ihre Seriosität sprechen muss. Die Ergebnisse können auch derart weit vom wissenschaftlichen Mainstream abweichen, dass sich kein Konsens zur Veröffentlichung findet.

Andere Wissenschaftler wie der Physiknobelpreisträger Brian Josephson oder der Quantenphysiker Amit Goswami sprechen in diesem Zusammenhang von den „Heiligen Schriften der Wissenschaftsreligion“ bzw. von deren „Kardinälen“ die entscheiden, was wissenschaftlich wahr ist und was nicht. Sie vergleichen das Verhalten der etablierten Wissenschaft in einigen Bereichen mit dem Verhalten der katholischen Kirche in Bezug auf Andersdenkende.

Unabhängig von dieser grundsätzlichen Kontroverse kann ich nur sagen, dass ich den Eindruck eines sehr seriösen wissenschaftlichen Zugangs bei dieser Studie hatte.

Wir bereits oben angeführt, wurden die Studien nicht nur von Dutzenden, größtenteils im Westen ausgebildeten medizinischen Experten durchgeführt - diese Ärzte wurden von unabhängigen Kontrollinstanzen der Ärztekammer von Ahmedabad bzw. der DIPAS (Forschungsabteilung des indischen Verteidigungsministeriums) überwacht.

Insofern handelt es sich in meiner Wahrnehmung um bösartige oder zumindest ignorante Unterstellungen, wenn behauptet wird, dass es sich bei den Untersuchungen nur um PR-Aktionen des Untersuchungsleiters Dr. Sudhir Shah bzw. der Sterling Klinik handelt.

Es erscheint auch höchst unwahrscheinlich, dass das Indische Militär, das die Studien finanziert hat, wiederholt enorme Geldsummen aufwendet, um PR-Aktivitäten eines einzelnen Arztes oder einer Klinik zu finanzieren.

 

Vorwurf #7: Der Film verschweigt, dass die in Bern durchgeführte Studie an Dr. Werner mit dem Fazit veröffentlicht wurde, dass sich der Proband während der Untersuchung in einem Fastenzustand befunden hat bzw. werden die wichtigsten Fakten unter den Tisch gekehrt.

Hier handelt es sich um einen jener Vorwürfe, für deren Entkräftung man sich einfach nur den Film ansehen muss.
Es wird sowohl erwähnt, dass Dr. Werner im Zuge der Untersuchung Gewicht verloren hat, als auch die Tatsache, dass es zu einer Erhöhung der Ketonwerte gekommen ist und das auf einen Fasteneffekt schließen lässt. Die genaue Höhe des Gewichtsverlusts wird nicht erwähnt. Sie ist mit 2,6 kg über 10 Tage allerdings wenig spektakulär und ändert auch nichts am Gesamtergebnis.

Da die Studie erst nach den Dreharbeiten in der Schweiz zur Veröffentlichung kam, musste diese Information in einem Insert eingeblendet werden, wo nochmals klar festgehalten wird, dass die Berner Studie mit dem Fazit „Fastenzustand“ veröffentlicht wurde, während die Folgestudie in Prag nach wie vor unveröffentlicht bleibt.

 

Vorwurf #8: Die  abgebrochene Studie an Jasmuheen wurde unterschlagen, um sie in einem besseren Licht darzustellen

Jeder, der auch nur drei Minuten zu den Stichworten „Jasmuheen“ oder „Lichtnahrung“ googelt, stolpert über das bekannte TV-Experiment, das für die Sendung „60 Minutes“ mit Jasmuheen durchgeführt wurde.
Aus diesem Grund wäre es für meinen Film natürlich hochinteressant gewesen, Ausschnitte aus diesem Experiment zu zeigen. Ich hatte zudem bereits Interviewmaterial von Jasmuheen selbst, die zu diesem Experiment Stellung nimmt.

Die Lizenzrechte für dieses Experiment liegen allerdings bei einem australischen Privatfernsehsender, der dafür einen hohen fünfstelligen Eurobetrag pro Sendeminute verrechnen wollte. Eine Summe, die für unsere öffentlich finanzierte Low-Budget-Produktion nicht einkalkuliert war. Wir mussten deshalb auf deutlich günstigeres ORF-Archivmaterial mit ähnlicher Aussage zurückgreifen.

Da Jasmuheen im Film aber primär zu den Todesfällen und ihrer öffentlichen Rolle in Bezug auf Lichtnahrung Stellung nimmt und nicht als „Beweis“ für Lichtnahrung etabliert wird, konnten wir auf dieses Material verzichten.

 

Vorwurf #9: Im Film treten nur Esoteriker auf.

Dieser Vorwurf gehört ins Reich der Verschwörungstheorien. Die mit der Bewertung des Phänomens befassten skeptischen Schulmediziner sind allesamt anerkannte Experten, die für den medizinischen Nachwuchs in Österreich an der Medizinischen Universität Wien teilweise seit Jahrzehnten verantwortlich sind und waren (Prof. Marktl ist mittlerweile in Pension).

Abgesehen vom Diskurs über die Existenz des Phänomens wollte ich aber auch mögliche Erklärungsmodelle darstellen. Ich musste dafür natürlich auf Wissenschaftler zurückgreifen, die das Phänomen nicht a priori ablehnen. Diese Wissenschaftler folgen nicht dem materialistischen Dogma des Mainstreams der Naturwissenschaft - deshalb werden sie von Hardlinern gerne als „Esoteriker“ bezeichnet. Nichtsdestotrotz arbeiten diese Wissenschaftler nach streng wissenschaftlichen Regeln, Methoden und Denkansätzen. Darunter finden sich Nobelpreisträger und Professoren an Eliteunis wie Cambridge oder Princeton.

Wissenschaft kann sich immer nur an ihren Grenzen erweitern. Forscher, die in diesen Bereichen gearbeitet haben, speziell, wenn sie gegen herrschende Dogmen verstoßen haben, mussten schon immer mit massiven Anfeindungen und Aburteilungen leben.

 

Vorwurf #10: Der Film versucht, „Lichtnahrung“ mit als widerlegt geltenden Hypothesen zu erklären.

In meinem Film zeige ich mögliche Erklärungsmodelle aus dem Medizinischen Qi Gong, der Ayurveda-Medizin, der Biophotonen-Forschung und der Bewusstseinsforschung.
Alle diese Erklärungsmodelle liegen außerhalb des Denkrahmens der klassischen, mechanistisch-materialistischen Naturwissenschaft. Das machen die Schulmediziner im Film auch ganz klar. Was aber nicht automatisch bedeutet, dass diese Hypothesen damit widerlegt sind. 

Auch das medizinische System der Akupunktur ist für die materialistische Naturwissenschaft noch immer nicht erklärbar und für Hardliner nach wie vor „Scharlatanerie“, obwohl diese Methode nachweislich Effekte erzielt und vom Obersten Sanitätsrat in Österreich seit den 80er-Jahren anerkannt ist.

Die materialistische Wissenschaft muss als Glaubensmodell betrachtet werden, das selbst  wiederum durch die Quantenphysik in Frage gestellt wird.

Das vorletzte Kapitel im Film „Die Quantenphysik und das neue Weltbild“ dient übrigens nicht dazu, Lichtnahrung durch Quantenphysik zu erklären, wie in manchen Berichten behauptet wird. Vielmehr geht es darum zu zeigen, dass die materialistische Wissenschaft nicht als einzig gültige Welterklärung gesehen werden muss. Es soll auch jene wissenschaftliche Wahrheit dargestellt werden, die uns sagt, dass Geist und Bewusstsein mehr sind als nur ein Epiphänomen der biologischen Gehirnaktivität, wie es die Vertreter der materialistischen Wissenschaft noch immer dogmatisch behaupten.

Der Pionier der Quantenphysik Max Planck wird dazu folgendermaßen zitiert.

„Ich betrachte Bewusstsein als fundamental. Ich betrachte Materie als Ableitung von Bewusstsein. Alles, worüber wir sprechen, alles, was wir als existent betrachten, setzt Bewusstsein voraus“  (Max Planck, Nobelpreisträger, 1931)

Wenn der Physiknobelpreisträger Brian Josephson im Interview mit mir sagt, „Die Physik befindet sich in einer Sackgasse, solange sie geistige Effekte ignoriert“, wird er von den Materialisten als Esoteriker verhöhnt. Er befindet sich aber auf einer Linie mit weiteren nobelpreisgekrönten Physikern wie Wolfgang Pauly oder Erwin Schrödinger.

In diesem Sinne ist mein Film auch kein Plädoyer für „Lichtnahrung“, sondern für die Offenheit, das materialistische Weltbild zu hinterfragen.

 

Links zu Filmkritiken von „Am Anfang war das Licht“:

Kleine Zeitung: http://www.kleinezeitung.at/freizeit/kino/2479560/anfang-licht.story

Cinema: http://www.cinema.de/kino/filmarchiv/film/am-anfang-war-das-licht,4313750,ApplicationMovie.html

Kino-Zeit:  http://www.kino-zeit.de/filme/am-anfang-war-das-licht

MDR: http://www.mdr.de/mdr-figaro/journal/7811331.html

Out-Now: http://outnow.ch/Movies/2010/AmAnfangWarDasLicht
/Reviews/kino/

Filmering: http://www.filmering.at/kritik/9443-am-anfang-war-das-licht-2010

BR-online: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/kino-kino/am-anfang-war-das-licht-filmkritik-straubinger-ID1287494446467.xml

Movienerd: http://www.movienerd.de/kino-2/am-anfang-war-das-licht/

Art-TV: http://www.art-tv.ch/6488-0-kino--am-anfang-war-das-licht.html

Kölner Stadtanzeiger: http://www.ksta.de/html/service/kinoprogramm/
index.php?film=187730&ref=ksta

IMDB: http://www.imdb.com/user/ur22321604/comments


Am Anfang war das Licht
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